Integrative Verfahren


Was ist unter einem integrativen Therapieansatz zu verstehen?


Um den oftmals nur schwer zugänglichen und schwer beschreibbaren tieferen Konflikten der Seele näher zu kommen, kann es sinnvoll sein, vorsprachliche Ebenen (z.B. aktive Imagination, selbstgemalte Bilder, Klang und Musik) mit einzubeziehen.

Diese Elemente sprechen insbesondere die rechte Gehirnhälfte an, wo primär unserer Kreativität, Phantasie und Intuition lokalisiert sind. Während in unserem Kulturkreis ansonsten eher die Dominanz der linken Gehirnhälfte als Sitz von verbaler Kommunikation, Logik, Zahlen und analytischem Denken gefördert und gefordert wird, kann das Einbeziehen von diesen vorsprachlichen Elementen ebenso einer mentalen Dysbalance entgegenwirken.

Diese vorsprachlichen Elemente lassen sich unter anderem in imaginativen Therapieverfahren zunutze machen, die sich wiederum - sofern therapeutisch sinnvoll und gewünscht – ebenso förderlich in die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie integrieren lassen.

Die imaginativen Verfahren stützen sich im Wesentlichen auf bildliche Vorstellungen, die in Ihnen nach einer eingeleiteten Entspannungsinduktion spontan aus dem Gefühl heraus entstehen und alle Sinnesmodalitäten umfassen können.

Auf der Bildebene ihrer Imagination kommen quasi Ihre innerseelischen Prozesse symbolisch zur Darstellung, wodurch diese wiederum dem weiteren psychotherapeutischen Prozess zugänglich gemacht werden können. Als in Ihren inneren Bildern Reisender erweitern Sie dabei spielerisch Ihr kreatives Potential und Ihre Alltagskompetenz. In den Imaginationen ergeben sich Ihnen häufig spontane Einsichten, die Ihrerseits als Ich-Stärkung erlebt werden können. So eröffnen sich Ihnen wiederum neue kreative Handlungsspielräume.

Demnach offenbart Ihnen die aktive Imagination einerseits die Möglichkeit, ihre inneren Veränderungs- und Wandlungsprozesse in unvergleichlich erlebnisorientierter und emotionsnaher Weise zu intensivieren und andererseits ihre eigenen Ressourcen vor dem Hintergrund ihrer eigenen inneren Lösungsbildern zu stärken.

Zur Einleitung einer aktiven Imagination bieten sich je nach Indikation und ihrem persönlichen Wunsch neben einer kurzen verbal angeleiteten Induktion, auch hypnotherapeutische Einleitungsverfahren oder musikalische Klang-Element (z.B. Körpertambura, Klangschale) an.

Während ihrer aktiven Imagination verstehe ich mich vornehmlich als ihren Begleiter mit gleichschwebender Aufmerksamkeit. Die in ihrem Inneren aufkommenden Bilder lassen sich wiederum im Anschluss an die therapeutisch begleitete aktive Imagination kreativ-gestalterisch visualisieren, indem Sie z.B. das kreative Malen mittels Pastellfarben nutzen.

Dies eröffnet im psychotherapeutischen Nachgespräch die unvergleichliche Möglichkeit, ebenso Elemente aus anderen psychotherapeutischen Verfahren - insbesondere aus dem Bereich der Psychodynamik - integrativ zu nutzen und Ihnen so wiederum eigene unbewusste Anteile im Hier-und-Jetzt zugänglich zu machen.

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